Insgesamt sehe ich zuwenig Ausschlaggebendes um den kurz-/mittelfristigen Ausblick in positiver Hinsicht zu überdenken.
Ich bleibe Short.
Freitag, 14. September 2007
Bedenkenlos Short
| Retail Sales | |
| Faktorwert: | -5 |
| Relevanz: | 4 |
| Industrie-Prod./Ausl. | |
| Faktorwert: | -2 |
| Relevanz: | 4 |
Zahlreiche Schlüsselindikatoren [Einzelhandelsumsätze, Import/Export-Preise, Industrieproduktion, Konsumentenvertrauen und Kapazitätsauslastung] werden heute publiziert, welche in der Summe erheblich mehr kurstreibende Kraft besitzen als die Arbeitsmarktdaten vor einer Woche.
Ich rechne insgesamt mit Indizien, welche auf eine zunehmende Konjunkturabschwächung - bei leicht erhöhtem Inflationspotenzial - hindeuten.
Es ist zudem wiederum davon auszugehen, dass die US-Notenbank im Zeitraum zw. 15:00 und 16:00 einige Milliarden in den Geldmarkt pumpen wird.
Konkrete Taktik/Handelsvorgaben:
Um 16:15 Uhr werde ich für mich über die weitere Positionierung entscheiden.
Einzig eine Kombination aus steigenden Aktiennotierungen bei mindestens stabilen Wirtschaftskennzahlen, geringen Inflationsanzeichen und mehr oder weniger ausbleibenden Geldmarkt-Interventionen, könnte mich davon abbringen Short zu bleiben.
Ein entsprechendes erstes Update erfolgt zw. 16:00-16:15 Uhr.
/edit1: 14:56 Retailsales +0.3% (negativ zu werten); Import/Export Preise unverändert (positiv zu werten)
/edit2: 15:19 Industrieproduktion +0.2%(-0.3% Manufacturing) (leicht negativ zu werten); Kapazitätsauslastung 82.2% (neutral zu werten)
/edit3: 16:03 Businessinventories +0.5% (leicht negativ zu werten); Konsumentenvertrauen (leicht positiv zu werten); Kaum Intervention seitens US-Notenbank
Donnerstag, 13. September 2007
Kurzupdate
Die Schweizerische Nationalbank erhöht die Zinsen und schafft damit echtes Vertrauen in den Zustand der hiesigen Wirtschaft.
Im Kontrast dazu pumpte die US-Zentralbank heute über 20 Milliarden via Offenmarkt in den illiquiden Geldmarkt, im Versuch die Symptome des Misstrauens einzudämmen. Eine Welt des "Schein-Vertrauens" wird auf diesem Wege krampfhaft vor dem Absaufen geschützt.
Dies dürfte einmal mehr unterstreichen, dass der SMI den S&P500 Index mittelfristig outperformen wird.
Kurzfristig halte ich an der Shortposition auch im SMI fest, da ich vorerst noch nicht davon ausgehe, dass die Bodenfindung abgeschlossen ist - weder für den einen noch den anderen Index.
Im Kontrast dazu pumpte die US-Zentralbank heute über 20 Milliarden via Offenmarkt in den illiquiden Geldmarkt, im Versuch die Symptome des Misstrauens einzudämmen. Eine Welt des "Schein-Vertrauens" wird auf diesem Wege krampfhaft vor dem Absaufen geschützt.
Dies dürfte einmal mehr unterstreichen, dass der SMI den S&P500 Index mittelfristig outperformen wird.
Kurzfristig halte ich an der Shortposition auch im SMI fest, da ich vorerst noch nicht davon ausgehe, dass die Bodenfindung abgeschlossen ist - weder für den einen noch den anderen Index.
Mittwoch, 12. September 2007
Selbstfindungsprozess dauert an...
| JPY Carry-Trade Unwinding | |
| Faktorwert: | -4 |
| Relevanz: | 6 |
Für den Moment sehe ich weiterhin keinen Anlass für bahnbrechend kurstreibende Faktoren. Abgesehen von der latenten Dollarschwäche ist bis Freitag wohl eher Flaute angesagt.
Fühle mich mit meiner Shortpositionierung ziemlich wohl.
More to come...
/edit1: 15:42 Einmal mehr heftige Repo-Geschäfte seitens Fed bei weiterhin unbeeindruckten Aktienmärkten. Werte ich negativ.
Dienstag, 11. September 2007
Kurzupdate
| Rede Bernanke | |
| Faktorwert: | -3 |
| Relevanz: | 5 |
Für die derzeitige Positionierung seh ich keinen Handlungsbedarf.
Montag, 10. September 2007
Consumer Credit
| Macro: Growing Spillover | |
| Faktorwert: | -3 |
| Relevanz: | 4 |
Momentan wird eine FOMC-Zinssenkung von mindestens 25 Basispunkten von den Märkten eingepreist. Viele hoffen auf mehr...
Lender Of Last Resort...
In noch nie dagewesener Dauer und Intensität versuchen Notenbanken derzeit die Geldmärkte mit Liquidätit bzw. Vertrauen zu versorgen.
Demgegenüber stehen fundamentale Ungleichgewichte, die das aggressive Senken der Leitzinsen zur Gratwanderung machen. Inflationsdruck und Dollarschwäche sind Devisenschwäche, welche insbesondere der Fed den Handelsspielraum stark einengen.
Im Vergleich zu Krisen früherer Jahre zeugen die aktuellen Symptome von systemischer Ursachennatur. Es sind nicht isolierte externe Schieflagen, sondern strukturbedingt interne Schieflagen innerhalb der Vereinigten Staaten, welche fundamental von jedem einzelnen Teilnehmer des Credit-Lendings ausgehen.
Vom kleinen Hypothekennehmer bis hin zum grossen Globalplayer kämpfen sie alle mit den restriktiveren Bedingungen am Kreditmarkt.
Lediglich die Notenbank steht als scheinbar unverwundbarer Geldgeber freigiebig als Lender Of Last Resort als Backup zur Verfügung.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Massnahmen der Notenbanken früher oder später stets den gewünschten stützenden Effekt hatten. Insofern scheint es höchst unangebracht eine Bodenfindung der Kreditkrise ausgerechnet diesmal zu hinterfragen.
Persönlich schliesse ich nicht aus, dass die Finanzmärkte positiv reagieren auf die bereits geschehenen und noch anstehenden Liquiditätsspritzen. Entsprechend vorsichtig werden die Stop-Limiten in den kommenden Tagen kontrolliert.
Aus meiner Sicht müssten die Aktienmärkte in dieser Woche relativ intensiv auf die Interventionen der letzten 2 Wochen ansprechen.
Sollte sich die gegenläufige Tendenz in den kommenden zwei Wochen bis und mit FOMC-Meeting fortsetzen, deute ich dies als klares Indiz eines Vertrauensverlusts in die Bonität der US-Notenbank bzw. der Vereinigten Staaten insgesamt.
Es bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass die Entwicklungen im US-Dollar und S&P500 Index laufend genauestens auf negative Divergenzen hin überprüft werden müssen. Anzeichen rückkehrenden Vertrauens bzw. positive Reaktionen der Märkte auf aktive Repo-Geschäfte sollten folglich konsequent zur Schliessung der Short-Position genutzt werden.
Eine allfällige Long-Positionierung ist für diese Woche nicht auszuschliessen, da - abgesehen vom kommenden Freitag - planmässig kaum kurstreibende Events ausstehen.
Demgegenüber stehen fundamentale Ungleichgewichte, die das aggressive Senken der Leitzinsen zur Gratwanderung machen. Inflationsdruck und Dollarschwäche sind Devisenschwäche, welche insbesondere der Fed den Handelsspielraum stark einengen.
Im Vergleich zu Krisen früherer Jahre zeugen die aktuellen Symptome von systemischer Ursachennatur. Es sind nicht isolierte externe Schieflagen, sondern strukturbedingt interne Schieflagen innerhalb der Vereinigten Staaten, welche fundamental von jedem einzelnen Teilnehmer des Credit-Lendings ausgehen.Vom kleinen Hypothekennehmer bis hin zum grossen Globalplayer kämpfen sie alle mit den restriktiveren Bedingungen am Kreditmarkt.
Lediglich die Notenbank steht als scheinbar unverwundbarer Geldgeber freigiebig als Lender Of Last Resort als Backup zur Verfügung.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Massnahmen der Notenbanken früher oder später stets den gewünschten stützenden Effekt hatten. Insofern scheint es höchst unangebracht eine Bodenfindung der Kreditkrise ausgerechnet diesmal zu hinterfragen.
Persönlich schliesse ich nicht aus, dass die Finanzmärkte positiv reagieren auf die bereits geschehenen und noch anstehenden Liquiditätsspritzen. Entsprechend vorsichtig werden die Stop-Limiten in den kommenden Tagen kontrolliert.
Aus meiner Sicht müssten die Aktienmärkte in dieser Woche relativ intensiv auf die Interventionen der letzten 2 Wochen ansprechen.Sollte sich die gegenläufige Tendenz in den kommenden zwei Wochen bis und mit FOMC-Meeting fortsetzen, deute ich dies als klares Indiz eines Vertrauensverlusts in die Bonität der US-Notenbank bzw. der Vereinigten Staaten insgesamt.
Es bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass die Entwicklungen im US-Dollar und S&P500 Index laufend genauestens auf negative Divergenzen hin überprüft werden müssen. Anzeichen rückkehrenden Vertrauens bzw. positive Reaktionen der Märkte auf aktive Repo-Geschäfte sollten folglich konsequent zur Schliessung der Short-Position genutzt werden.
Eine allfällige Long-Positionierung ist für diese Woche nicht auszuschliessen, da - abgesehen vom kommenden Freitag - planmässig kaum kurstreibende Events ausstehen.
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