Montag, 20. August 2007

Gratwanderung

Es sieht ganz so aus, als würden die US-Aktienmärkte keine grossen Sprünge nach oben mehr machen. Aus technischer Sicht scheinen die Höchststände des vergangenen Freitags das Ende der Fahnenstange zu sein.
Hinzu kam, dass die Umsätze im Vergleich zum Handelsaufkommen der letzten Woche mickrig waren.

Nach wie vor sehnen sich die Marktteilnehmer nach einer Senkung der Fed-Funds-Rate. Eine solche wird angesichts der Entwicklung der US-Treasuries in hohem Masse antizipiert und auch entsprechend eingepreist.
Für mein Dafürhalten sind die Aktienmärkte in einem zunehmenden Spannungsfeld zw. Hoffnung und Angst gefangen.
Zum einen wird eine baldige Zinssenkung als notwendig erachtet. Entsprechend entstehen daraus temporäre Zins-Hoffnungs-Rallies. Andererseits nimmt dadurch der Druck auf die US-Notenbank ab, und eine Zinssenkung wird folglich wieder unwahrscheinlicher. Ein Teufelskreis.

Der heutige Tag hat meiner Meinung nach deutlich gezeigt, dass nach oben das Potenzial stärker begrenzt ist, als ich dies übers Wochenende noch angenommen habe. Folglich dürfte es zum erneuten Testen der Tiefststände innert relativ kurzer Zeit kommen.

Ich glaube die Entscheidung Short zu bleiben im SMI war zumindest nicht falsch.
Inzwischen bin ich mir relativ sicher, dass die Shortseite auch im sehr kurzfristigen Kontext das grössere Chancenpotenzial aufweist als die Longseite.